Geschichte der St. Trinitatisgemeinde Weigersdorf
Die Geschichte unserer Gemeinde seit 1827, Worte zur Auswanderung im 19. Jh., das kirchliche Leben während des Krieges, die Hirten und Pfarrer aller Jahre sowie vieles mehr wurde zusammengetragen und aufgeschrieben von Alfred Richter und Benjamin Rehr. Das gebundene Buch ist über das Pfarramt für eine Spende von 10 Euro erhältlich.
Hier gibt es die Version auch zum kostenlosen Download.
Geschichte der SELK
Vor allem in Preußen, Sachsen, Hessen und Hannover sind zwischen 1817 und 1880 selbständige lutherische Minderheitskirchen entstanden. Anlass dazu war jeweils eine vom Staat eingeführte „Union“ (Vereinigung) von lutherischen und reformierten Kirchen, die zu einer „evangelischen Kirche“ vereinigt wurden. Im 20. Jahrhundert folgte man diesem Modell und strebte eine landesweite evangelische Einheitskirche an, woraus schließlich die „Evangelische Kirche in Deutschland“ (EKD) hervorging. Dies lehnten viele Lutheraner ab.
Hauptgrund dafür war ihre feste Überzeugung, dass Kirchenlehren, die einander ausschließen, in einer Kirche nicht nebeneinander bestehen können. Das gilt etwa für die unterschiedliche Lehre von Lutheranern und Reformierten über das Heilige Abendmahl. Oder auch ganz allgemein für die Frage, ob es sich bei den Worten der Heiligen Schrift um das lebendige, unfehlbare Wort Gottes handelt, oder um menschliches Zeugnis, das nicht höher zu bewerten ist als etwa unser Zeugnis, das wir im Glauben ablegen.
Mit der lutherischen Reformation bekennen wir, dass Gott gerade hierdurch – durch sein Wort und durch seine Sakramente – Glauben schafft und seine Kirche unter uns baut. Er macht aus verlorenen Sündern Kinder Gottes. Lutherische Kirche weiß sich auf diese Gnadenmittel angewiesen. Unser Glaube hängt an dem, was Gott für uns tut. Besteht in diesen Fragen keine Klarheit, oder stellt sich die Kirche durch Bibelkritik gar über das Wort Gottes, verliert sie die Grundlage, auf der sie steht.
Darum werden alle Pfarrer der SELK in der Ordination verbindlich auf die Heilige Schrift als unfehlbares Wort Gottes und auf die lutherischen Bekenntnisschriften verpflichtet.
Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche ging 1972 aus dem Zusammenschluss bis dahin eigenständiger kleiner lutherischer Kirchen auf dem Gebiet der alten Bundesländer hervor. 1991 trat auch die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirche auf dem Gebiet der früheren DDR der SELK bei.
Heute ist die SELK neben der „Sächsischen Freikirche“ (ELFK), aus der einige Pfarrer in Weigersdorf stammten, in Deutschland die einzige lutherische Kirche in kirchlicher Verbindlichkeit.
Das heißt: Bekennende lutherische Christen, die Wert darauf legen, zu einer lutherischen Kirche zu gehören, in der die Bekenntnisschriften der lutherischen Kirche uneingeschränkt in Geltung stehen, haben ihre geistliche Heimat in der heutigen Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche.
